Wieviel Wasser benötigt eigentlich Schilf?
Eine Suche nach dem Einfluss des Schilfgürtels auf die Verdunstung des Neusiedler Sees…
Der Neusiedler See zählt zu den bedeutendsten Steppenseen Europas und ist zugleich ein sensibles Ökosystem. Vor allem in den warmen Sommermonaten spielt die Verdunstung eine entscheidende Rolle für den Wasserstand und die vielen ökologischen und hydrologischen Funktionen, die das länderübergreifende Herzstück der pannonischen Region erfüllt.
Während die Verdunstung auf der freien Wasseroberfläche bereits gut erforscht ist, fehlten bislang detaillierte Informationen, wie stark der Schilfgürtel an der Gesamtverdunstung beteiligt ist.
Hier soll das kürzlich gestartete Projekt VeSchN Abfhilfe schaffen - auf repräsentativen Flächen im Schilfgürtel sollen mittels innovativer Messmethoden die tatsächlichen Verdunstungsraten des Schilfs erhoben werden. Dabei werden auch unterschiedliche Vitalitätsgrade des Schilfs berücksichtigt, ebenso wie die wechselnden hydrologischen und meteorologischen Einflüsse.
Ziel ist es, eine fundierte Entscheidungsbasis für das Schilfmanagement und die Wasserbewirtschaftung in der Region zu schaffen.
Das Projekt ist auf 36 Monate angelegt (2026 - 2028) und wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) gemeinsam mit dem Land Burgenland finanziert. Umgesetzt wird es in Kooperation von BAW Research – Bundesamt für Wasserwirtschaft und der Forschung Burgenland GmbH.
Quellen: