Die Erfassung der Wasserkreislaufkomponenten des Neusiedler Sees stellt in der Arbeit der Hydro Burgenland traditionell einen Schwerpunkt dar. Dies ist einerseits mit der wasserwirtschaftlichen Bedeutung des Neusiedler Sees zu erklären, andererseits bestehen zwischenstaatliche Verpflichtungen zur Datenerfassung.
Der aktuelle Wasserstand des Neusiedler Sees bildet die Grundlage zur Handhabung der Bedienungsvorschrift für die Wehranlagen im Hansagkanal. Auf Basis dieser Regelung erfolgt im Rahmen der Österreichisch - Ungarischen Gerwässerkommission die Regelung des Wasserstandes des Neusiedler Sees.
Die Hydro Burgenland betreibt 7 Pegelstationen am Neusiedler See (Apetlon A79, Mörbisch, Rust, Breitenbrunn, Neusiedl, Podersdorf, Illmitz). Alle Pegelanlagen sind in die Datenfernübertragung (DFÜ) der Hydro eingebunden. Der aktuelle mittlere Wasserstand des Neusiedler Sees wird jeweils durch arithmetische Mittelung des Wasserstandes aller 7 Pegelanlagen berechnet. Dadurch werden windbedingte Wasserverfrachtungen bestmöglich ausgeglichen.
Diese Mittelung erfolgt derzeit auf zwei Arten:
Einerseits erfolgt die Mittelung (noch) händisch. In die händische Berechnung gehen Daten der DFÜ, als auch telefonisch bekannt gegebene Werte der Pegelbeobachter ein. Wenn die DFÜ - Werte nicht plausibel sind, werden diese durch die Daten der Beobachter ersetzt. Die händische Mittelung wird im Dowloadbereich dieser Seite laufend aktuell gehalten!
Die fiktive Station "Mittlerer Wasserstand Neusiedler See" stellt einen ersten Schritt zur Automatisierung der Mittelung dar. Bei den Ergebnissen ist allerdings zu berücksichtigen, dass
derzeit nur die Pegelanlagen Breitenbrunn, Illmitz, Apetlon A79 und Mörbisch in (nahezu) Echtzeit übertragen werden. Die Daten der Pegelanlagen Rust, Neusiedl und Podersdorf werden um 6:00 und 18:00 abgerufen.
zu jedem Zeitpunkt eines Tages der automatisierte mittlere Wasserstand des Neusiedler Sees mit allen bis dahin verfügbaren Daten ermittelt wird. Konkret sind dies für den Zeitraum nach 6:00 bzw. 18:00 Uhr lediglich 4 Stationen, die zudem schwerpunktmäßig im Süden des Sees liegen und somit Windverfrachtungen nicht zur Gänze kompensieren. Jede automatisierte Neuberechnung erfolgt mit dem Gesamtdatenbestand und stellt somit z.Bsp. für den Berechnungszeitpunkt nach 18:00 eine Aktualisierung der Ergebnisse u.a. für den davorliegenden Zeitraum von 6:00 bis 18:00 Uhr dar.
Zum Lokalisieren der einzelnen Stationsnamen der Stationsliste (unter Übersichtskarte) in der Übersichtskarte gehen sie mit dem Mauscursor über einen beliebigen Namen in dieser Liste. Schon wird Ihnen die zugehörige Station in der Übersichtskarte samt aktuellen Daten angezeigt.
Wenn Sie den Mauscursor in der Übersichtskarte über ein Stationssymbol ziehen, so werden die aktuellen Stationsdaten ebenso eingeblendet. Dabei handelt es sich um die jeweils aktuell vorliegenden Messwerte einer Station (siehe Datum und Uhrzeitangabe). Bei Niederschlagsangaben erhalten Sie die Niederschlagssumme der letzten 24 Stunden vor dem angegebenen Zeitpunkt.
Durch Anklicken des entsprechenden Stationssymbols gelangen Sie zur Gangliniendarstellung des Seewasserstandes (müA) bzw. der Wassertemperatur (°C) für die letzten 2 Monate (62 Tage). Zudem können Sie die Wasserstandsdaten für die letzten 30 Tage downloaden. Wo verfügbar, stellen wir die Wasserstandsentwicklung des aktuellen Kalenderjahres und des Vorjahres den langjährigen Vergleichsreihen grafisch gegenüber. Die Grafiken können durch Anklicken vergrößert bzw. wieder auf die ursprüngliche Größe zurückgesetzt werden.
Der Hansagkanal - der zu Beginn des 20. Jahrhunderts künstlich geschaffen wurde - stellt den einzigen Abfluss des Neusiedler Sees dar. Hier besteht das Seerandwehr Mexikopußta (siehe Übersichtskarte). Durch Anklicken des Symbols gelangen Sie zu umfangreicher Information zu diesem Wehr.

